Wie kriegen die das eigentlich hin ?

Pajala und Halmstadt heißen die Zentren der Musik für dieses Wochenende und wieder klabautert diese alte, seit ABBA-Zeiten durch die Welt spukende Frage herum: Wie kriegen diese Schweden das eigentlich hin, so viel so gute Musik?

Am Freitag (22.3.) erklären uns das mal wieder die Mädels von The Magnettes anhand von „21st-century-fuck-pop“, am Samstag dann die Jungs von „Baby Jesus“ mit einer Mischung aus Rock, Surf und Garage zum Johlen, Tanzen und Blau-Gelb-Anlaufen.

Zwei Schwedenhappen an einem Wochenende – ganz ohne fehlende Schrauben und lapprige Hotdogs! Greifen Sie zu!

Half The Sky Is Ours

Weltfrauentag und der Elephant kommt am Freitag (8.3.) zum vierten mal in die Zukunft, ganz in Pink und zum ersten mal mit einem Live-Act auf seinem breiten Rücken: Karmic aus dem sonnigen L.A. sind quasi die Inkarnation von female-fronted-power-pop und einfach nur die Tanzgarantie für alle girls & boys und überhaupt. Danach glüht der Crossfader unter den Händen von ma:sa (hiphop), The Menstruaters (global beats), Kynizzle (rnb/reggaeton), Blue Ballena (funky funk) und Tiner&Uley(techno) bis es draußen hell und innen heiß wird. Keep the elephant moving.

Heiß: Tanzen zum Allgemeinen Äquivalent

Nachdem es gestern technoid-futuristisch bis weit ins Heute ging, wird dieses Heute dann nur ein klein bisschen später quasi zur Zukunft der Zukunft. „Strive for Cash“ trägt nicht nur den Künstlernamen des Allgemeinen Äquivalentes von K. Marx im Titel – sondern bringt vor allem jede Menge heiße junge Acts ins Rampenlicht – 5DJs und 4 Liveacts: Rap, Trap und DnB verschiedenster Farben und Formen mit jeder Menge Eskalationspotential.

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„Schon irgendwie kuhl“

Wir wissen ehrlich gesagt jetzt schon, was ihr am Ende des morgigen Abends (Fr., 15.2.) etwas verschämt durch den ob der eigenen Fehleinschätzung leicht säuerlich verzogenen Mund nuscheln werdet: „Jaaaa, doch, war schon ganz kuhl.“

Zugegeben: Bei Liedermacher dachten wir auch eher an wirklich maximal unangesagte ältere Herren mit traurigem Blick und moralin-süßen Texten. Aber Pustekuchen: Wir mussten feststellen, dass es junge, spannende und ganz schön schlaue Menschen gibt, die mit wenig mehr als einer Gitarre in der Hand eine Bühne, einen Raum und ganz viele Herzen ausfüllen können. Also: erster Liedermacher-Abend in der Zukunft, mit Kopfstand, Dickär und Die Halunkän, doors 20 Uhr.

Am Samstag kehrt die Unicorn-Verschwörung zurück in die Zukunft (nach eigenem Bekennen der Ort eines ihrer besten Abende…*blush*) und bringt noch zwei befreundete Bands mit. Ziel: ganz viel Soli-Geld für Anti-Ra-Arbeit in Chemnitz sammeln – obwohl wir doch aber wissen: „Hetzjagden hat es keine gegeben!“ Dafür gibt es an diesem 16.2. dann jede Menge feine Genres, wie Grunge-Punk oder – sensationell – Suff- und Prekariatspunk.

Ja genau, ganz schön kuhl. Und auch so geschrieben. Cool eben.

Süßer Vogel Jugend

„Früher oder später, an irgendeinem Punkt in Deinem Leben, ist das, wofür Du gelebt hast, verloren oder verstoßen. Dann stirbst Du – oder Du findest etwas neues!“ – so sah es der größte aller schwermütigen Amis Tennesse Williams in seinem Broadway-Klassiker.

Dieses Wochenende zeigt die Zukunft, dass es wirklich keinen guten Grund zu sterben gibt: Am Freitag besuchen uns Die Berufschaoten samt zwei feinen Supportbands – und niemand, der Punk mag, muss irgendwas neues finden sondern kann als lebenserhaltende Maßnahme einfach wiederentdecken, was schon immer gut war.

Am Samstag ist Save The Youth wieder bei uns zu Gast und zeigt u.a. mit BRII aus dem schönen Wien wieder das Feinste was Stadt und Welt an Newcomer-DJs zu bieten haben.

Wer die Jugend retten will und nicht glaubt, dass nur das Alter was damit zu tun hat, darf dem ollen Tennesse dann aber doch mal glauben: „Prinzessin, das Alter von Leuten kann nur an einer Sache abgeschätzt werden – dem Grad der Verrottung in ihnen.“



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